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30. Okt 2018 | Nicht verwenden

Zum Spiegel-Artikel (Nr.42) über Vergewaltigungsvorwürfe gegen Christiano Ronaldo und den allgemeinen Umgang mit sexuellen Missbrauch im Sport:
Im Spiegel (Ausgabe Nr. 42 / 13.10.2018) befindet sich ein Bericht über die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Christiano Ronaldo.
Nachdem durch die Journalistin und Verfasserin des Textes der Umgang mit den Vorwürfen angeprangert wird, wird dies zum Anlass für einen Rundumschlag gegen den Sport insgesamt genommen.

Die Deutsche Taekwondo Jugend in der DTU teilt die Empörung der Autorin über jeden einzelnen Fall von sexualisierter Gewalt in jeder Form. Es ist allerdings herauszustellen, dass die pauschalisierten Vorwürfe gegen den Sport in Deutschland, die in dem Artikel genannt werden, nicht gänzlich zutreffen.

Die Deutsche Taekwondo Union nimmt das Thema der sexualisierten Gewalt im Sport sehr ernst und setzt sich aktiv dafür ein, dass sich innerhalb des Spitzenverbandes eine Kultur des Hinsehens entwickelt und Strukturen zur Prävention sexualisierter Gewalt etabliert werden. So wird derzeit ein Präventionskonzept anhand des Stufenmodells der dsj erarbeitet, in welchem explizit die Prävention sexualisierter Gewalt und die Haltung zu diesem Thema in der Satzung des Verbandes verankert und weitere Maßnahmen festgelegt werden. Dazu gehören klare Kommunikationswege und Ansprechpersonen. Weiterhin wird ein Handlungsleitfaden für die Intervention bei Fällen sexualisierter Gewalt erstellt. Dieser soll Trainern, aber auch den Sportlern selbst Orientierung im Umgang mit diesem sensiblen Thema geben.

Zur Evaluation der derzeitigen Situation in verschiedenen Schwerpunktbereichen innerhalb des Verbandes wurde in diesem Jahr eine umfangreiche Befragung für die Athleten des Bundeskaders erstellt. Mit im Fokus lag dabei die sexualisierte Gewalt im Sport. Aktuell werden die Ergebnisse ausgewertet und sollen im Januar 2019 vorgestellt werden. Anhand der gewonnen Erkenntnisse werden wir notwendige Maßnahmen flächendeckend initiieren.
Erste Erkenntnisse flossen bereits in das Seminar  im September für das haupt- und ehrenamtliche Leistungspersonal ein, in welchem die Prävention sexualisierter Gewalt und der Umgang damit thematisiert wurden. Hierfür wurde eine externe Referentin von der deutschen Sporthochschule Köln geladen, um das Thema professionell zu vermitteln und wissenschaftlich fundiert zu beleuchten.

Dies alles zeigt, wie wichtig das Thema für uns ist. Wir wollen, dass das Thema innerhalb des Verbandes präsent ist. Im Rahmen aktiver Präventionsarbeit sollen alle handelnden Personen fortlaufend ausreichend informiert und sensibilisiert werden. Hierfür stellen wir Handlungsempfehlungen zur Verfügung, die das rechtzeitige Erkennen bzw. den adäquaten Umgang sicherstellen.
Für uns gilt: Jeder einzelne Fall von Gewalt ist einer zu viel. Die Folgen sind für die Betroffenen belastend und lebensverändernd. Es sollen keine weiteren Belastungen für die Betroffenen durch einen inadäquaten, verharmlosenden, den Täter schützenden Umgang mit dem Thema entstehen. Dafür arbeiten die DTU und die DTU-Jugend stetig.